.png)
Google erweitert Veo 3.1 um Templates, Instagram arbeitet an Interessen-Tags im Profil und testet neue Story-Formate für Threads. YouTube baut Premium Lite aus und mit „Perplexity Computer“ startet Perplexity eine KI für komplette Workflows. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.
1. Google Veo 3.1 erhält Templates für einfachere KI-Videoerstellung
Google erweitert sein KI-Video-Tool Veo 3.1 und führt erstmals Templates ein. Damit können Creator schneller Videos im gewünschten Stil generieren, ohne komplexe Prompts von Grund auf formulieren zu müssen.
Die Template-Funktion steht in Gemini sowohl in der Webversion als auch in der App zur Verfügung. Nutzer:innen können aus verschiedenen Stilvorlagen wie Jellytoon, Crochet, Red Carpet, Racetrack, Action Hero, Cyberpunk, Memo, Glam oder Popcorn wählen. Anschließend lässt sich der gewählte Look mit einem individuellen Prompt weiter ausarbeiten. Zusätzlich können eigene Bilder hochgeladen und in die jeweilige Stilumgebung integriert werden.
Bereits im Januar hatte Google mehrere technische Verbesserungen für Veo 3.1 eingeführt. Dazu zählen detailreichere 1080p-Ergebnisse, eine 4K-Option für größere Displays sowie eine stabilere Charakterdarstellung über mehrere Szenen hinweg. Auch Objekte, Texturen und Settings bleiben konsistenter und einzelne Elemente lassen sich in verschiedenen Videos wiederverwenden.
Für Social Media besonders relevant ist die native Erstellung von Videos im Format 9:16. Während vertikale Clips zuvor aus Landscape-Versionen abgeleitet wurden, kann Veo Inhalte inzwischen direkt im Hochformat generieren. Das sorgt für eine bessere Bildkomposition und beschleunigt die Produktion von Reels, Shorts oder TikTok-Videos.
.png)
2. Instagram arbeitet offenbar an Interessen-Tags im Profil
Offenbar erweitert Instagram seine Profilansicht um eine neue Funktion. In einigen Accounts ist im Bio-Bereich bereits die Option „Interessen hinzufügen“ sichtbar.
Die Funktion kann aktuell jedoch noch nicht genutzt werden. Es lassen sich keine Interessen auswählen oder speichern und es werden auch keine Interessen im Profil angezeigt.
Ein ähnlicher Ansatz wurde bereits vor einigen Jahren vorbereitet, jedoch nicht eingeführt. Nun taucht die Interessen-Option erneut in der Profiloberfläche auf.
Threads setzt bereits auf sichtbare Themenzuordnungen wie Topic Spaces, Labels und Abzeichen, die zeigen, wofür Accounts stehen und in welchen Communitys sie aktiv sind.
Ob und wann Instagram die Interessen-Funktion vollständig freischaltet, ist bislang nicht bekannt.

3. YouTube Premium Lite erhält Downloads und Hintergrundwiedergabe
YouTube erweitert sein Abo-Modell „Premium Lite“, eine günstigere Variante von YouTube Premium mit reduziertem Funktionsumfang, um neue Features. Nutzer:innen dieses Tarifs erhalten künftig die Möglichkeit, Videos im Hintergrund abzuspielen und sie herunterzuladen.
Mit der Hintergrundwiedergabe lassen sich Videos auf dem Mobilgerät weiter abspielen, während andere Apps genutzt werden oder das Display ausgeschaltet ist. Über die Downloadfunktion können Videos und Playlists gespeichert und ohne aktive Internetverbindung angesehen werden.
Allerdings gibt es Einschränkungen. So stehen Hintergrundwiedergabe und Downloads nicht für Shorts oder bestimmte Musikinhalte zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem offizielle Musikvideos, Art-Tracks, Kinderlieder sowie nutzergenerierte Inhalte, die Musik von Partnern enthalten, etwa Coverversionen, Tanzvideos oder Vlogs mit einem populären Song im Hintergrund.
Zudem ist Werbung bei Shorts und in der YouTube-Suche weiterhin möglich. YouTube Music Premium ist nicht Bestandteil von Premium Lite. Auch zusätzliche Funktionen wie „Weiter ansehen“, „Vorspringen“, Warteschlangen oder die Wiedergabe von Audio und Video in besonders hoher Qualität sind im Lite-Tarif nicht enthalten.
Mehr dazu gibt es hier.
4. Perplexity stellt „Perplexity Computer“ vor
Perplexity ist eine KI-gestützte Such- und Antwortplattform, die Informationen aus dem Web bündelt und strukturiert aufbereitet. Im Gegensatz zu klassischen Suchmaschinen liefert Perplexity keine reine Linkliste, sondern direkte Antworten inklusive Quellenangaben. Das Tool wird häufig für Recherchen, Zusammenfassungen und Wissensarbeit genutzt.
Mit „Perplexity Computer“ erweitert das Unternehmen seine Plattform nun um eine neue Funktion. Dabei handelt es sich um eine KI-Arbeitsumgebung, die nicht nur einzelne Fragen beantwortet, sondern auch komplette Aufgaben eigenständig bearbeiten kann.
Anstatt nur Informationen zu liefern, soll „Perplexity Computer“ ganze Projekte umsetzen. Die KI kann beispielsweise recherchieren, Inhalte strukturieren, Dokumente erstellen oder Daten auswerten. Auch das Schreiben von Texten oder das Zusammenführen verschiedener Informationen ist möglich. Das Ziel besteht darin, Arbeitsprozesse zu automatisieren und Nutzer:innen bei komplexeren Vorhaben zu unterstützen.
Technisch arbeitet das System mit mehreren spezialisierten KI-Modellen gleichzeitig. Einzelne Modelle übernehmen unterschiedliche Teilaufgaben, die anschließend zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt werden. Für die Nutzer:innen wirkt das wie ein digitaler Assistent, der Schritt für Schritt selbstständig arbeitet.
Perplexity positioniert das neue Feature als Weiterentwicklung seiner bisherigen KI-Suche. Während die Plattform bislang vor allem für schnelle, strukturierte Antworten bekannt war, geht es nun darum, komplette Workflows abzubilden.
Aktuell ist Perplexity Computer nur für Perplexity-Max-Abonnent:innen verfügbar. In Kürze soll das Feature auch für Enterprise-Max-Nutzer:innen bereitgestellt werden.
5. Instagram testet Ready-Made-Story-Templates für Threads
Instagram arbeitet an einer Funktion, mit der sich Threads-Inhalte leichter in Storys teilen lassen. Dabei handelt es sich um sogenannte Ready-Made-Story-Formate, die Beiträge automatisch für das Story-Format aufbereiten.
Bislang mussten Threads-Beiträge manuell angepasst werden, wenn sie als Story geteilt werden sollten. Mit der neuen Lösung werden Inhalte dagegen direkt in ein passendes Layout überführt. Design, Textplatzierung und Formatierung werden dabei automatisch optimiert, sodass der Beitrag ohne zusätzlichen Bearbeitungsaufwand geteilt werden kann.
Das Ziel besteht darin, die Verknüpfung zwischen Threads und Instagram weiter zu stärken. Creator und Marken können so Diskussionen oder einzelne Beiträge schneller in ihre Instagram-Stories integrieren und zusätzliche Reichweite generieren.
Die Funktion befindet sich derzeit im Test und ist noch nicht global verfügbar.