Instagram ermöglicht die nachträgliche Bearbeitung von Carousel-Posts und erweitert damit die Optimierung bestehender Inhalte. Meta baut Produkt-Tagging und Affiliate-Funktionen aus und integriert den Kaufprozess direkt in Reels, Storys und Feed-Posts. YouTube entwickelt Creator-Partnerschaften zur zentralen Plattform für Kooperationen weiter und verknüpft diese stärker mit Werbekampagnen. Zudem zeigen neue Studien, wie Nutzer:innen KI wahrnehmen und warum KI-generierte Inhalte langfristig an Sichtbarkeit verlieren. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

Instagram führt nachträgliche Bearbeitung von Carousel-Posts ein

Instagram ermöglicht es, die Reihenfolge von Fotos und Videos in Karussellbeiträgen auch nach der Veröffentlichung zu ändern. Nutzer:innen können ihre Inhalte somit flexibel neu anordnen, ohne den Beitrag löschen und erneut posten zu müssen.

Dadurch erhalten Creator:innen mehr Kontrolle über bereits veröffentlichte Inhalte. Die Reihenfolge der Slides lässt sich jederzeit anpassen, während bestehendes Engagement wie Likes, Kommentare und Speichern erhalten bleibt.

Die Bearbeitung erfolgt per Drag and Drop. Inhalte können verschoben oder entfernt werden. Allerdings lassen sich keine neuen Medien nachträglich hinzufügen.

Die Funktion eröffnet neue Möglichkeiten für eine datenbasierte Optimierung. Beiträge können im Nachhinein angepasst werden, beispielsweise wenn sich zeigt, dass ein anderer Einstieg besser funktioniert oder einzelne Slides mehr Aufmerksamkeit erzeugen.

Damit entwickelt sich das Carousel-Format in Richtung eines performancestarken, nicht statischen Content-Typs, der laufend verbessert werden kann.

Die Funktion wurde von Instagram offiziell angekündigt und befindet sich aktuell im Rollout. Die Verfügbarkeit kann je nach Account variieren.

Instagram und Facebook bauen Produkt-Tagging und Affiliate-Funktionen aus

Meta erweitert die Shopping- und Monetarisierungsfunktionen auf Instagram und Facebook. Creator:innen können nun Produkte direkt in Reels, Storys und Feed-Posts verlinken.

Im Mittelpunkt steht dabei die direkte Verlinkung konkreter Produkte. Creator:innen können Produkte aus Marken-Katalogen oder von Affiliate-Partnern auswählen und in ihren Beiträgen markieren. Diese erscheinen sichtbar im Content, teilweise ergänzt durch klickbare Affiliate-Banner.

Nutzer:innen können die markierten Produkte direkt im Beitrag antippen. Anschließend werden sie zur Produktseite des jeweiligen Partners weitergeleitet, entweder in eine externe App wie Amazon oder auf eine mobile Website, auf der der Kauf abgeschlossen werden kann.

Neu ist insbesondere das Affiliate-Partnership-Programm auf Facebook. Creator:innen können ihre Accounts mit Partnerplattformen verknüpfen und erhalten für jeden qualifizierten Kauf eine Provision. Die Produktauswahl erfolgt dabei über angebundene Kataloge oder bestehende Affiliate-Links.

Die Produktintegration wird deutlich ausgeweitet. Neben klassischen Feed-Posts können Produkte auch in Reels und Storys eingebunden werden. Dadurch rückt der Kaufprozess näher an den eigentlichen Content heran und Umwege wie „Link in Bio“ werden reduziert.

Die neue Tagging-Funktion wird in insgesamt 22 Märkten eingeführt, darunter auch Deutschland. Voraussetzung für die Nutzung ist die Teilnahme am Partnership-Programm sowie die Freigabe der Produkte durch die jeweiligen Marken.

Zusätzlich arbeitet Meta an einer optimierten Checkout-Erfahrung. Mithilfe der „Buy now“-Funktion sollen Nutzer:innen Produkte künftig direkt aus Anzeigen heraus innerhalb der App kaufen können, ohne diese verlassen zu müssen.

Ergänzend werden KI-gestützte Produktinformationen integriert. Nutzer:innen erhalten zusätzliche Details wie Preise, Bewertungen oder Rabatte direkt im Umfeld der Beiträge.

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YouTube baut Creator-Partnerschaften zur zentralen Plattform aus

YouTube entwickelt seine Lösungen für Markenkooperationen weiter und bündelt sie unter der neuen Plattform „YouTube Creator Partnerships“. Damit werden die bisher unter dem Namen BrandConnect bekannten Funktionen nicht nur umbenannt, sondern erstmals auch zentral in YouTube Studio sowie in Google Ads und Display & Video 360 integriert.

Vor allem die Rolle der Funktion ist neu. Was zuvor ein einzelnes Tool war, wird jetzt zur zentralen Infrastruktur für Kooperationen zwischen Marken und Creator:innen. Unternehmen können so direkt innerhalb von YouTube passende Creator:innen finden, Kampagnen planen und Kooperationen verwalten, ohne externe Plattformen nutzen zu müssen.

Ein zentraler Unterschied liegt in der erweiterten Suche. Mithilfe von Gemini analysiert YouTube große Datenmengen wie Zielgruppenüberschneidungen, organische Marken-Erwähnungen oder Kanalwachstum, um passende Creator:innen vorzuschlagen. Dadurch erhalten Marken deutlich präzisere Empfehlungen für Kooperationen.

Auch der Ablauf der Zusammenarbeit wird neu strukturiert. Unternehmen können Listen mit passenden Creator:innen erstellen und mehrere Anfragen gleichzeitig versenden. Gleichzeitig entsteht eine zentrale Übersicht, in der die Kooperationen organisiert und nachverfolgt werden können.

Neu ist außerdem die stärkere Verknüpfung mit Werbekampagnen. Creator-Inhalte lassen sich direkt als Anzeigen nutzen und über verschiedene Formate wie Shorts oder In-Stream skalieren. Dadurch wird Influencer-Marketing stärker in klassische Media-Strategien integriert.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Messbarkeit. YouTube kombiniert erstmals organische und bezahlte Performance-Daten, sodass Marken den Einfluss von Creator-Kooperationen über den gesamten Funnel hinweg besser bewerten können.

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Anthropic veröffentlicht Studie zu Erwartungen und Ängsten gegenüber KI

Mit „81k Interviews“ hat Anthropic eine groß angelegte Studie veröffentlicht, für die 80.508 Nutzer:innen aus 159 Ländern in 70 Sprachen zu ihren Hoffnungen und Sorgen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz befragt wurden. Die Erhebung fand über eine Woche im Dezember 2025 statt und zählt laut Anthropic zu den bislang größten qualitativen Studien dieser Art.

Im Mittelpunkt stehen persönliche Erwartungen an KI im Alltag, im Beruf und für die eigene Entwicklung. Die Interviews wurden von einem speziell dafür entwickelten KI-System geführt, das feste Fragen stellte und anschließend individuell auf die Antworten einging. Ziel war es, ein möglichst breites Bild davon zu erhalten, was sich Menschen von KI erhoffen und wovor sie sich gleichzeitig fürchten.

Die Ergebnisse zeigen drei große Hoffnungen. Am häufigsten nannten die Befragten den Wunsch nach beruflicher Entlastung und besserer Leistung im Arbeitsalltag. Viele erwarten, dass KI Routineaufgaben übernimmt, um mehr Raum für strategische, kreative oder zwischenmenschliche Arbeit zu schaffen. Ebenfalls häufig genannt wurden persönliche Weiterentwicklung, etwa beim Lernen oder für das eigene Wohlbefinden, sowie Unterstützung bei der Organisation des Alltags.

Gleichzeitig äußerten viele Teilnehmer:innen deutliche Bedenken. Am häufigsten wurde die Unzuverlässigkeit von KI genannt, beispielsweise durch falsche Antworten, Halluzinationen oder den Aufwand, Ergebnisse ständig überprüfen zu müssen. Hinzu kommen Sorgen über Jobverluste und wirtschaftliche Verwerfungen sowie die Angst, durch KI an Eigenständigkeit zu verlieren oder eigene Fähigkeiten schrittweise zu verlernen.

Besonders auffällig ist die Ambivalenz der Ergebnisse. Die Befragten lassen sich nicht eindeutig in optimistische oder ablehnende Lager einteilen. Vielmehr zeigt die Studie, dass Hoffnung und Sorge häufig gleichzeitig vorhanden sind. Viele Menschen erleben KI bereits als konkrete Hilfe, sehen darin aber zugleich ein Risiko für Autonomie, Denkfähigkeit oder berufliche Sicherheit.

Anthropic versteht die Studie als Beitrag zu einem realistischeren Blick auf die KI-Nutzung weltweit. Anstatt abstrakte Zukunftsszenarien in den Vordergrund zu stellen, soll die Untersuchung zeigen, wie Menschen KI heute erleben und welche Erwartungen sie an ihre weitere Entwicklung knüpfen.

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Studie zeigt: KI-generierte Inhalte verlieren langfristig an Sichtbarkeit bei Google

Eine neue Analyse zeigt, dass KI-generierte Inhalte zwar schnell in der Google-Suche erscheinen, langfristig jedoch meist an Sichtbarkeit verlieren.

Für die Studie wurden 20 neue Websites erstellt, die ausschließlich mit KI-Texten gefüllt wurden. Insgesamt sind 2.000 Artikel ohne menschliche Bearbeitung entstanden. Anschließend wurde über einen Zeitraum von 16 Monaten beobachtet, wie sich diese Inhalte entwickeln.

Am Anfang sahen die Ergebnisse vielversprechend aus. Viele Inhalte wurden schnell indexiert und tauchten in den Suchergebnissen auf. In den ersten Monaten stiegen auch Impressionen und Klicks.

Nach etwa drei Monaten kippte die Entwicklung. Die meisten Inhalte verloren ihre Rankings und waren kaum noch sichtbar. Nur ein kleiner Teil blieb in den Top 100.

Auch langfristig änderte sich daran wenig. Nach über einem Jahr blieb die Sichtbarkeit insgesamt niedrig.

Der Hauptgrund liegt in der Qualität der Inhalte. Die Inhalte boten keine eigenen Erfahrungen, keine echte Expertise und kaum Unterschiede zu bestehenden Artikeln. Zudem fehlten wichtige SEO-Grundlagen wie interne Verlinkungen oder eine klare Struktur.

Ein interessanter Nebeneffekt zeigte sich dennoch. Neue Inhalte können älteren Seiten kurzfristig wieder mehr Sichtbarkeit verschaffen, vermutlich weil Google aktive Websites bevorzugt.

Die Studie zeigt deutlich, dass KI beim Erstellen von Inhalten helfen kann. Für nachhaltige Rankings sind aber weiterhin Strategie, Qualität und echte Mehrwerte nötig.

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